Nun sollte es endlich losgehen. Die Route von New York nach San Francisco war nach wochen- gar monatelanger Vorbereitung endlich final abgesteckt und sowohl im Navigationsgerät gespeichert, als auch in guten alten Papierkarten markiert. Hilfreiche Infos zu Campingplätzen oder Motels wurden recheriert und sorgfältig abgeheftet. Ich habe online Unmengen in hochwertige Ausrüstung investiert, so dass mein Browser mich derzeit durchweg mit Adds zu Fahrradprodukten bombardiert, anstatt mit einer gewöhnlichen Penisverlängerung zu werben. Die beunruhigende Tatsache, dass meine Trainingseinheiten aufgrund des langen Winters eher tröpfchenweise stattfanden, kompensierte ich mit winterresistentem Sport und vorallendingen mit einer unbändigen, möglicherweise naiven Motivation auf diesen Trip. Pack' ma's!![]()
Doch am Tage des Abflug demonstrierte die Natur des Menschen Grenzen. Frankfurt, 16. Mai 2010, nichts geht mehr. "Eyjafjalla", oder auch einfach "der Vulkan" genannt, legte den gesamten europäischen Flugverkehr lahm. Die Nachricht meines gecancelten Fluges erreichte mich leider erst, nachdem ich bereits voller Vorfreude auf dem Sitzplatz des ICEs auf und ab gesprungen bin. Mit beeindruckend sperrigen Gepäck und einen Trosttermin für den nächsten Flug am Montagmorgen stand ich nun im Frankfurter Flughafen.
Neben Berlin ist Frankfurt die größte Aussenstellte des Freiburger Freundeskreis, somit habe ich es dank der sofortigen und selbstlosen Gastfreundschaft von Ralf & Pat nicht nur vier Wände, etwas warmes zum Essen sowie Wein und Gesang geboten bekommen, sondern konnte auch endlich den überfälligen Besuch in deren renovierten Bude abharken können. Mit dem folgenden sommerlichen und unterhaltsamen Wochenende habe ich es wohl besser als 98% aller gestrandeten Passagiere erwischt.![]()
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Während zahllose 14tägige Urlaubspläne mancher Großfamilien auf Mallorca & Co, oder der geplante 60. Geburtstag des Onkels wie Seifenblase zerplatzen, konnte ich bereits einen Hauch von Urlaub genießen. Wenn auch nicht wie geplant.
Doch auch der Flug am Montag sollte gecancelt werden. Die Forderungen nach einem Ende des Flugverbots wurden lauter und lauter, wenngleich "Eyjafj...", ach, der Vulkan seiner Natur entsprechend sich herzlich wenig um die Belangen der Menschheit kümmerte und fröhlich weiter Staub und Asche in Luftraum blies. Dank meines kollegialen und flexiblen Brötchengebers konnte ich es veranlassen, den gesamten Trip schlicht um zwei Wochen nach hinten zu verschieben und somit erst zum 1. Mai zu starten. Good things come to those who wait :)







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